Rund 350 Einsatzkräfte, darunter auch 15 Helfer des THW Reutlingen, waren am vergangenen Montag bei einem Großbrand eines Wohnhauses in Metzingen im Einsatz.

120514-grossbrand-schlaeucheDramatische Szenen spielten sich in der Nacht zum Montag ab. Um 1:44 Uhr, vier Minuten nach der Alarmierung traf die Feuerwehr gemeinsam mit der Polizei an der Einsatzstelle ein. Eine 80-jährige Frau und ein 55 Jahre alter Mann kamen ums Leben, neun Personen wurden verletzt. Ein 39-jähriger Mann ist in Panik durch ein Fenster im Obergeschoss gesprungen und landete schwer verletzt auf der Straße. Rund 100 Rettungssanitäter kamen zur Unterstützung der 5 Notärzte vor Ort hinzu. Die Feuerwehr forderte zudem Unterstützung aus den Abteilungen Dettingen, Reutlingen, Pfullingen und Stuttgart an. Die genaue Brandursache ist bislang noch unklar, da die Kriminalpolizei nicht in das einsturzgefährdete Gebäude vordringen konnte. Man geht aber derzeit davon aus, dass der Brand von einer Tiefgarage, die mit dem Nachbargebäude verbunden ist, ausging und sich dann vom Kellergeschoss bis ins Dach gefressen hat. Die Löscharbeiten gestalteten sich als äußerst schwierig. Immer wieder schlugen im Verlauf des Tages Flammen aus dem Gebäude.

Um die Ermittlungsarbeiten der Kriminalpolizei zu ermöglichen und einen Einbruch der Decke zu verhindern, stützte das THW Reutlingen die Tiefgarage mittels 30 cm starken Rundhölzern ab. Erschwert wurde die Arbeit dabei durch den eingedrungenen Löschschaum und durch anhaltende Rauchentwicklung, weswegen die Arbeiten zeitweise unter Atemschutz durchgeführt werden mussten. Aufgrund eines erneuten Ausbruchs des Feuers im Wohnhaus, musste das THW seine Arbeiten unterbrechen. Währenddessen stellte es den Dieselnachschub für die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr sicher und half beim Legen zusätzlicher Schlauchstrecken. Nach der Freigabe eines Bauingenieurs stützten die THW-Helfer die Tiefgarage weiter ab und übergaben 19 Autos und 3 Motorräder, die allesamt unversehrt waren ihren Besitzern, welche die Tiefgarage aus Sicherheitsgründen nicht betreten durften. Anschließend wurde der Eingang der Tiefgarage ordnungsgemäß durch Bauzaun fest gegen das Betreten von Unbefugten gesichert. Gegen Abend wurde schließlich mit dem teilweisen Hausabbruch begonnen, um zu verhindern, dass aus Glutnestern erneut Feuer entsteht.

Am Dienstag Abend waren nochmals 7 THW-Kräfte vor Ort, um weitere Stützen in den mittlerweile akut einsturzgefährdeten Tiefgaragenbereich einzuziehen sowie die Deckenverschalungen zu öffnen, um der Feuerwehr das Ablöschen meherer Glutnester zu ermöglichen.

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