ursulabergtunnel 2010Das Horrorszenario schlechthin: Im Ursulabergtunnel Pfullingen (B312) kollidiert am frühen Samstag Abend gegen 17 Uhr ein LKW mit einem vollbesetzten Reisebus, Feuer bricht aus. Ein weiterer PKW kracht in den aufgestauten Verkehr im Tunnel, auch hier bricht Feuer aus. In Minutenschnelle ist der Tunnel mit dichten Rauch gefüllt, Verletzte sitzen in der Röhre fest, andere Verunglückte irren panisch umher oder stürmen die Notausgänge.

So sah das Szenario der Großübung der Feuerwehr Pfullingen am Samstag aus. Nach dem die ersten ersten Notrufe eingegangen sind läuft ein riesiger Einsatzapparat an. Zuerst rückt die Feuerwehr Pfullingen an, kurz darauf treffen auch Einheiten der Feuerwehren Reutlingen, Eningen, Lichtenstein und der Werkfeuerwehr BOSCH an den beiden Tunnelportalen und dem Notausstieg in der Mitte am Elisenweg ein. Gleiches gilt für die Einheiten der Rettungsdienste.

Bereits nach kurzer Zeit wird der Fachberater THW gemäß Alarmplan angefordert und begibt sich in die Einsatzleitung. Kurz darauf folgen die ersten Aufträge für das THW Reutlingen, welches mit rund 30 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen an der Übung beteiligt ist. Zu den Aufgaben gehörten vielzählige Unterstützungsmaßnahmen der Feuerwehr im technischen und logistischen Bereich, Transport- und Verbindungsfahrten, Stromversorgung und der Einsatz der Großscheinwerferanlage sowie das Verpflegen der rund 500 Beteiligten - zentral geführt durch eine eigene Einsatzabschnittsleitung THW, gestellt durch den Zugtrupp, als Bindeglied zwischen der Einsatzleitung/Fachberater und den eigenen Einheiten.

Bericht des Reutlinger Generalanzeigers mit Bildern und Video